KIB

 Katathym imaginatives Bildererleben:

Das katathym imaginative Bildererleben (KIB) ist ein tiefenpsychologisch orientiertes Verfahren und wurde 1955 von Hanscarl Leuner entwickelt. Um 1964 prägte H. Leuner den Begriff katathymes Bildererleben (KB). Das KB ist auch unter den Bezeichnungen katathym imaginative Psychotherapie (KIP), Symboldrama und Tagtraumtechnik bekannt.

Der therapeutische Schwerpunkt liegt neben der Krisenintervention auf der Kurzpsychotherapie (5 30 Sitzungen). Sowohl in der Behandlung von Neurosen und psychosomatischen Erkrankungen, als auch bei der Bearbeitung charakterneurotischer Störungen hat sich die Effizienz des KIB erwiesen.

Ein großer Vorteil des KIB ist die Möglichkeit es bei Kindern und Jugendlichen anzuwenden. Durch den spielerischen, kreativen Charakter und die den Märchen ähnlichen inneren Bildern ist diese Methode für Kinder gut zugänglich.

In den Sitzungen, die in einem Hypnoid (hypnotischer Bewusstseinszustand) ablaufen, wodurch unser Zugang zum Unterbewusstsein verbessert wird, werden unbewusste oder vorbewusste Konflikte symbolisch dargestellt. Die Verarbeitung (und Ablösung) der Konflikte findet ebenfalls auf der symbolischen Ebene statt. Es ist nicht immer nötig die unbewussten Inhalte ins Bewusstsein zu zerren, oft ist es ausreichend, in der therapeutischen Sitzung auf der unbewussten, bzw. symbolischen Ebene zu agieren. Dem Unterbewusstsein wird dadurch die Freiheit gelassen, sich alleine, die geeignete Lösung zu suchen und umzusetzen. Ist die Bewusstwerdung eines Konflikts für die Heilung notwendig, besitzt unser Unbewusstes sowohl die Weisheit dies zu erkennen, als auch die Fähigkeit, es bewusst werden zu lassen.